WirrWarr

Vom Weltuntergang, den letzten 10 Stunden der Menschheit und der Klasse 10/5
Wie würdest du reagieren, wenn in 10 Stunden die Welt untergeht? Mit wem würdest du deine letzten Stunden, Minuten und Sekunden verbringen? Bei wem würdest du dich entschuldigen und wem würdest du mal so richtig deine Meinung geigen?


Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzt sich das Theaterstück „3600 Sekunden" auseinander. Dieses schaute sich meine Klasse, die 10/5, gemeinsam mit Frau Rieprich am 08. Juni 2018 auf Daniels Probebühne in Petershagen an. Zunächst wurde uns lediglich das Hauptthema, der Weltuntergang, verraten, alles Weitere erfuhr man während der Aufführung. Das Stück, geschrieben von Julia Gastel, beschreibt das Verhalten von 10 völlig verschiedenen und zugleich doch miteinander verbundenen Menschen und wie diese die letzten 3600 Sekunden, also 10 Stunden, ihres Lebens verbringen. Alle Protagonisten, gespielt von einer bunten Mischung aus Schülern unseres Gymnasiums, genauer der Theatergruppe „Wirr Warr", stellten jeweils eine Schicht der Gesellschaft und die damit verbundenen Probleme dar. So hat beispielsweise eine kleine Familie, bestehend aus Mutter, Vater, zwei Töchtern und einer Oma viele alltägliche Probleme. Ob sie diese vor dem Weltuntergang lösen können, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Vorgeführt wurden die Szenen ganz schlicht mit teilweise selbstgestalteten Kostümen und einem Bühnenbild. Das Theaterstück richtet sich vor allem an Jugendliche, aber auch für Erwachsene kann diese Tragikomödie eine gelungene Abwechslung vom Alltag darstellen. Auch der Preis hielt sich in Grenzen, so bezahlte man als Schüler 4 € und als Erwachsener 6 €. Ich, als Person, die Theatergebäude eher meidet, bin der Meinung, dass das Stück „36000 Sekunden" ein sehr gelungenes Projekt ist. Zudem finde ich es erstaunlich, wie gut aktuelle Themen, wie Homosexualität oder tragischerweise auch Gewalt am Arbeitsplatz angebracht wurden. Während des Theaterstücks wird immer weiter Spannung aufgebaut, auch aus diesem Grund vergisst man als Zuschauer die Zeit, denn mit 60 Minuten Spielzeit ist dieses Stück nicht gerade kurz. Die Spannung bricht jedoch mit einem erwarteten, aber zugleich auch unerwarteten Ende, dem Weltuntergang, ab. Nach einem kurzen Gespräch innerhalb unserer Klasse stellte sich heraus, dass viele das Ende eher negativ interpretiert haben. Ich bin der Meinung, dass das Theaterstück sehr nah an der Realität spielt, da diese nun auch nicht immer positiv ist und viele Schwierigkeiten mit sich bringt.

 

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Zusammenfassend kann ich das Stück „3600 Sekunden" jedem ans Herz legen, da es alltägliche Dinge vereint und auf Fehler, die wir jeden Tag begehen, aufmerksam macht. Ich habe Daniels Probebühne mit einer klaren Message verlassen: Lebe jeden Tag, als ob es dein letzter wäre! Also schätzt die Arbeit der Theatergruppe „Wirr Warr" und ihre herausragenden Leistungen. In diesem Sinne: Applaus, Applaus für eure Art, uns zu begeistern, hört niemals damit auf!


Kyra, 10/5

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