Die Melodie der Zeit

Zwei sehr eindrucksvolle Stücke gaben die DS-Kurse 6 und 7 unter der Leitung von Frau Berndt in der Cafeteria am 11. Juni 2018.

 

Wie schnell Zeit verfliegt und wie die großen Momente unses Lebens uns prägen: Begleitet vom Klavier und einer immer gleichen Melodie, bildeten die Darsteller_innen der 6. Klasse einmal vor und einmal hinter der Schattenwand den Lebenslauf nach:

 

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Anmutig und berührend die großen Lebensstationen hinter der Schattenwand zur Klaviermusik und doch immer neuen Liedern des Lebens: Ein Paar verliebt sich – nach Schwangerschaft und Geburt hält die Mutter ihr Baby hoch in den Himmel und zeigt ihm glücklich die Welt. Indes rotieren vor der Schattenwand Roboter-Schüler im Gleichtakt und in sich immer wiederholenden Tagesabläufen – so wie das, was wir in unserem Alltag auch nur vordergründig sehen. Diese eingeblendeten Choreografien vermitteln die Hektik und Geschäftigkeit unserer durchstruktierten Tage. Die großen Momente des Glücks erscheinen währenddessen im Schatten wie große lebendige Scherenschnitte. Das Kind wird größer, geht in die Schule, trägt die Zuckertüte, lernt, tanzt oder spielt Handball, wird erwachsen. Bald heißt es arbeiten gehen, „Hochzeit machen“. Und die Zeit wird unbemerkt zu einem immer lebensnotwendigeren Faktor, bis zuletzt zwei alte Leute, gebeugt von der Last ihrer Jahre über die Schattenbühne gehen und eindrucksvoll ihr Leben wieder abgeben. Faszinierend, wie wirkungsvoll und präzise jede Körperhaltung der Schüler_innen in Vorder- und Hintergrund ihre Aussage erzeugt. Die Zeit fliegt, so mahnt ein raunender Chor den Zuschauer, fast unheimlich. Und: „Nutzt eure Zeit!“ „Mit dir bleibt die Zeit sehen.“ „Nimm dir die Zeit!“

 

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Der DS-Kurs 7 setzte sich am selben Nachmittag mit dem Wert von Freundschaft auseinander. Die ungewöhnliche Inszenierung bestand aus Erinnerungsstücken: Ein schöner Tag gemeinsam auf dem Pferdehof – doch dann die eine Freundin einsam im Krankenhaus, später allein gelassen in der Schule und im Eisladen. Hat sich die Mädchenclique da richtig verhalten? Haben die Freunde etwa ein schlechtes Gewissen? Und wie sollte eigentlich unser Freund aussehen? Werden wir unserem Anspruch denn selber gerecht? Spannend auch hier, wie Denkprozesse dargestellt werden. „Wir erinnern uns“ ist die Dauerschleife, mit der die Darsteller_innen versuchen, das Geschehene aufzuarbeiten. Am Ende die Erkenntnis: Ein Freund ist der, dem du vertrauen kannst. Oder anders gesagt: „Guten Freunden gibt man ein Küsschen!“

 

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Die Eltern, Lehrer und Schüler im Publikum sind sich einig: Das war beeindruckend. Hoffentlich gibt es bald wieder neue Stücke der DS-Kurse zu sehen.

 

Fontiweb

 

Fotos: Lena, 10/4

 

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