TO MY MIND: Next time ask me before you think „Wie viele Leute würden sich umdrehen, wenn ich jetzt rufe, dass es schneit?“ Ja, das waren meine Gedanken während des Mathetests, als wir über 30 Grad Celsius hatten. Und an sowas denke ich oft während Tests, deswegen habe ich diese Gedanken „Testgedanken“ genannt. Eine Woche ist rum und währenddessen habe ich all meine Gedanken aufgeschrieben. Starten wir mit Montag. Mein Wecker klingelt um 6:00 Uhr und ich wache auf. Natürlich sind meine Gedanken wieder total am Durchdrehen und  das Allererste, was ich mir dachte war: „Oh neeee, gar keine Lust.“ Ich stand auf und ging ins Bad. Ich hörte meinen Lieblingssong und währenddessen dachte ich natürlich nur an die Lyriks und daran, dass ich nicht zu spät kommen darf. Ich kam runter in die Küche und alles war still. In dem Moment wollte ich sagen „peinliche Stille“, aber behielt das dann doch lieber für mich. Auf dem Weg zu Schule hatten mein Vater und ich uns nur über die Planung für die Woche unterhalten. Ich denke zwar viel nach aber überhaupt nicht bevor ich rede. Trotzdem dachte ich mir während  des Gesprächs: „Habe ich alles eingepackt? Habe ich alle Hausaufgaben gemacht? Habe ich irgendwelche Termine heute?“ und die Liste geht weiter. Als ich an der Schule ankam, warteten alle schon auf mich und in dem Moment dachte ich: „Oh nein, was ist, wenn sie schon lange warten? Hatten wir eine Zeit abgesprochen? Bin ich zu spät?“ Aber ich ging zu ihnen, ohne mir etwas anmerken zu lassen. Mit einem großen Lächeln begrüßte ich sie und sie mich. „Puh, Glück gehabt.“ Als erste Stunde hatten wir Mathe. Kurz bevor die Stunde begann, hatte sich jeder mindestens 20-mal beschwert und ich dachte mir nur „Was ist euer Problem?  Mathe ist nicht der Weltuntergang. Es gibt Schlimmeres. Kommt runter!“ Aber sowas kann ich natürlich nicht sagen.

Text: Anonymo, August 2020

Bild: Archiv (Kunst zum Fontanejahr)

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