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Astrofotos – mit smarten Teleskopen keine Problem!

Das Anfertigen ansehnlicher Fotos von Objekten des Nachthimmels war früher ein aufwändiger Prozess, der einiges an Fachkenntnissen beim Aufnehmen und Nachbearbeiten der Bilder abverlangte. Seit einiger Zeit ist es kinderleicht, respektable Astrofotos innerhalb weniger Minuten zu erstellen. Möglich wird das durch sogenannte smarte Teleskope, die den Prozess der Astrofotografie weitgehend automatisieren. Das Besondere an diesen Systemen ist, dass sie Himmelsobjekte selbstständig finden und die Astrofotos selbstständig aufnehmen können. Ein längeres Ausprobieren und Herausfinden geeigneter Aufnahmeparameter kann entfallen. Selbst sehr lichtschwache, mit bloßem Auge nicht sichtbare Objekte lassen sich mithilfe von „Live-Stacking“ aufnehmen. Bei diesem Verfahren werden mehrere Aufnahmen übereinandergelegt. Dadurch entstehen bereits nach wenigen Minuten kontrastreiche Bilder von Galaxien und Nebeln. 

Die Steuerung des smarten Teleskops erfolgt durch ein Smartphone oder Tablet.

 
Bild 1: Sonne mit drei Sonnenflecken, aufgenommen mit einem Sonnenfilter.

Durch die Unterstützung des Fördervereins des Theodor-Fontane-Gymnasiums steht uns seit kurzem für den Astronomieunterricht und astronomische Projekte das smarte Teleskop ZWO Seestar S50 zur Verfügung. Während eines Beobachtungstreffens am 5.3.2026 konnten wir es ausgiebig testen, siehe Bilder 1 bis 4. Das Bild 1 wurde von Caroline Andrä (Jahrgangsstufe 10) aufgenommen. Hugo Perske und Marlon Meißner (beide Jahrgangsstufe 11) erzeugten die Bilder 2 bis 4.

R. Böhlemann, 08.03.2026

Bild 2: Jupiter und seine vier galiläischen Monde: Europa, Jupiter, Io, Ganymed und Kallisto (von links)
Bild 3: Andromedagalaxie M31, zusammengesetzt aus insgesamt 43 Einzelbildern mit jeweils 10s Belichtungszeit.
Bild 4: Orionnebel M42, zusammengesetzt aus insgesamt 27 Einzelbildern mit jeweils 10s Belichtungszeit.